Liebe Leserinnen, liebe Leser,
jedes Monat möchten wir Ihnen eine Autorin/einen Autor näher vorstellen. In unserer Bücherei finden sie viele Werke dieser außergewöhnlichen Menschen im jeweiligen Monat in einer Sonderausstellung. Wir laden Sie herzlich ein, bei uns vorbeizukommen, es lohnt sich bestimmt.
August 2010 Nele Neuhaus
Nele Neuhaus wurde am 20. Juni 1967 in Münster/Westfalen geboren. Sie lebt seit ihrer Kindheit im Taunus und schreibt bereits ebenso lange. Sie arbeitete in einer Werbeagentur, studierte Jura, Geschichte und Germanistik. Seit ihrer Heirat unterstützt sie ihren Mann im familieneigenen Betrieb und schreibt schon seit längerem nebenher Krimis und Jugendbücher. Ihre Krimiserie mit den Ermittlern Oliver von Bodenstein und Pia Kirchhoff, die sie zunächst im Selbstverlag veröffentlichte, machte Nele Neuhaus weit über die Grenzen des Taunus bekannt.
Im August 2009 erschien mit "Tiefe Wunden" im List-Verlag ihr fünftes Buch, dem auf Anhieb der Sprung in die Spiegel-Bestsellerliste gelang, und im November 2009 wird ihr erstes Buch, der Thriller "Unter Haien", in überarbeiteter Fassung im Prospero-Verlag erscheinen und damit im gesamten deutschsprachigen Raum erhältlich sein.
Ihr neuester Krimi "Schneewittchen muss sterben" gelangte bereits drei Tage nach Erscheinen im Juni 2010 auf Platz 29 in die Bestsellerliste.
Im Frühjahr 2011 erscheint im Thienemann-Verlag ein Jugendpferdekrimi. Nele Neuhaus lebt mit ihrem Mann und ihrem Hund im Vordertaunus. (Quelle: www.neleneuhaus.de)
Juli 2010 Frank Schätzing
Frank Schätzing wurde am 28. Mai 1957 in Köln geboren und ist ein deutscher Schriftsteller.
Er studierte Kommunikation und war lange Zeit als Creative Director in der Werbebranche tätig. Außerdem war er Geschäftsführer einer von ihm mitbegründeten Kölner Werbeagentur.
Seit Beginn der 1990er Jahre kennen wir ihn als Schriftsteller. 1995 veröffentlichte er seinen ersten historischen Roman mit dem Titel „Tod und Teufel“. 2000 folgte darauf der Politthriller „Lautlos“.
Der Verlag Kiepenheuer & Witsch beauftragte ihn schließlich, ein Romankonzept für einen Science-Fiction-Thriller umzusetzen. Mit dem daraus entstandenen Buch „Der Schwarm“, in dem eine unbekannte Lebensform aus der Tiefsee die Lebensgrundlagen der Menschheit bedroht, feierte Schätzing 2004 seinen bisher größten Erfolg.
Zahlreiche Auszeichnungen konnte er in Empfang nehmen, so z.B. 2002 den KölnLiteraturPreis, 2004 den Literaturpreis Corine in der Sparte Belletristik sowie für sein Buch „Der Schwarm“ 2005 den dt. Science Fiction Preise, die Goldene Feder und den Deutschen Krimi Preis.
In Interviews erzählt Frank Schätzing, dass seine Bücher immer aus einem persönlichen Interesse am Sachgebiet oder durch langjährige Hobbys entstehen, hierzu zählt er besonders das Tauchen und das Meer sowie die Geschichte seiner Heimatstadt Köln. Außerdem unterstützt er mit Benefiz-Lesungen zahlreiche Umweltprojekte.
Frank Schätzing ist mit Sabine Valkieser-Schätzing verheiratet und lebt in Köln.
Juni 2010 Kerstin Gier
Kerstin Gier wurde 1966 bei Bergisch Gladbach geboren. Nach dem Abitur studierte sie zunächst Germanistik, Musikwissenschaften und Anglistik, bevor sie zur Betriebspädagogik und Kommunikationspsychologie wechselte. Nach mehreren Jobs begann sie 1995 mit dem, was sie eigentlich schon immer machen wollte, mit dem Schreiben von Frauenromanen.
Ihr erstes Buch „Männer und andere Katastrophen“ von 1996 wurde erfolgreich mit Heike Makatsch in der Hauptrolle verfilmt. Titel wie „Die Mütter-Mafia“ oder „Für jede Lösung ein Problem“ waren monatelang auf allen Bestsellerlisten.
2005 erhielt Kerstin Gier den DeLiA-Literaturpreis für Liebesromane deutschsprachiger Autorinnen.
2009 machte Kerstin Gier einen höchst erfolgreichen Ausflug zum Jugend- und Fantasyroman. Zur Zeit arbeitet sie am dritten Band der Trilogie um die Abenteuer von Gwendoly und Gideon. Die ersten beiden Bände „Rubinrot“ und „Saphirblau“ sind bereits veröffentlicht, auf den dritten Band „Smaragdgrün“ warten die zahlreichen Fans der Reihe bereits ungeduldig, müssen sich aber noch bis September 2010 gedulden.
Sie lebt mit ihrem Mann und ihrem Sohn und vielen Tieren in einem kleinen Dorf im Bergischen Land. Wenn sie nicht gerade schreibt, spielt sie gerne Klavier oder arbeitet im Garten.
Mai 2010 David Safier
David Safier wurde am 13. Dezember 1966 in Bremen geboren und ist ein deutscher Drehbuchautor und Schriftsteller.
Er absolvierte zunächst eine Ausbildung zum Journalisten. Er arbeitete bei Hörfunk und Fernsehen, unter anderem bei seinem Heimatsender Radio Bremen. 1996 begann er, als Drehbuchautor zu schreiben.
Aus seiner Feder stammen die Drehbücher zu Nikola (1997-1999), Die Camper (1998-1999), Die Schule am See (1999) und Mein Leben und ich (2000/2001). Für das Buch zur Serie Mein Leben und ich wurde ihm 2003 der Goldene Spatz, der MDR Kinder-Film -und Fernsehpreis verliehen.
Als Hauptautor zeichnet er für die Erfolgssitcom Berlin, Berlin seit 2001 verantwortlich. Im Jahr 2003 wurde er dafür mit dem Grimmepreis in der Sparte Fiktion und Unterhaltung ausgezeichnet. Ebenso wurde er dafür mit einem Deutschen Fernsehpreis belohnt. Und 2004 kam auch noch der wichtigste amerikanische Fernsehpreis, der Emmy, hinzu.
Mit dem Bestseller „Mieses Karma“ gelang David Safier ein literarisches Kabinettstück: rasant, voll irrer Kapriolen – einfach superschräg. Die Geschichte der Fernsehmoderatorin Kim Lange, die vom Weltraumschrott einer russischen Raumstation getroffen wird und wenig später als Ameise wieder erwacht: der Beginn eines zwerchfellerschütternden Reinkarnationsspektakels... „Mieses Karma“ stand wochenlang ganz oben auf der Bestsellerliste und ist inzwischen mehr als 1 Million Mal verbreitet Leichte Unterhaltung locker zu schreiben, gehört nicht gerade zu den Spezialitäten deutscher Autoren. Umso mehr überrascht Safier mit schrägem Witz, Tempo und einer wirklich originellen Geschichte, deren Charme auch jene erliegen werden, die Anspruchsvolleres zu lesen gewohnt sind. Mit seinem Roman, sagte Safier in einem Interview, habe er sich einmal richtig austoben können - ohne Rücksicht auf Einschaltquoten und Bildschirmtauglichkeit.
Im November 2008 erschien dann sein zweiter Roman: Jesus liebt mich. Wieder ein Buch mit schrägem Humor und mit viel Tempo, dass beim Lesen nie langweilig wird.
2010 schließlich erschien Plötzlich Shakespeare! Das Liebesleben der chaotischen Rosa gibt Anlass zur Klage. Da erklärt ihr ein Hypnotiseur, dass die Lösung für all ihre Probleme in einem früheren Leben zu finden sei. Noch bevor Rosa „Veralbern kann ich mich alleine“ sagen kann, wird sie per Hypnose in ein solches Leben zurückgeschleudert. In das Jahr 1594. In den Körper eines Mannes. Der sich gerade duelliert. Und der William Shakespeare heißt. Rosa kann erst wieder zurück in die Gegenwart, wenn sie herausfindet, was die wahre Liebe ist … Dieses Buch ist ein wenig wie ein Lieblingspullover - anziehen - aufs Sofa setzen und wohlfühlen.
April 2010 Kirsten Boie
Kirsten Boie wurde am 19.3.1950 in Hamburg geboren. Dort absolvierte sie auch Schule und Studium, mit Ausnahme eines Studienjahres an der englischen Universität Southampton mit einem Auslandsstipendium der Hamburger Universität. Nach dem ersten Staatsexamen in den Fächern Deutsch und Englisch Promotion in Literaturwissenschaft. Tätigkeit als Lehrerin an einem Hamburger Gymnasium, auf eigenen Wunsch Wechsel an eine Ganztagsgesamtschule.
Nach der Adoption des ersten Kindes musste sie auf Verlangen des vermittelnden Jugendamtes die Lehrerinnentätigkeit aufgeben und schrieb daraufhin ihr erstes Kinderbuch.
Bereits ihr erstes Buch, 1985 unter dem Titel „Paule ist ein Glücksgriff“ erschienen, wurde ein beispielloser Erfolg (Auswahlliste zum Deutschen Jugendliteraturpreis, Buch des Monats der Deutschen Akademie für Kinder- und Jugendliteratur in Volkach; Ehrenliste des Österreichischen Staatspreises für Kinder- und Jugendliteratur).
Inzwischen sind von Kirsten Boie weit mehr als sechzig Bücher erschienen und in zahlreiche Sprachen übersetzt worden.
Neben Kinder- und Jugendbüchern schreibt Kirsten Boie auch Vorträge und Aufsätze zu verschiedenen Aspekten der Kinder- und Jugendliteratur und der Leseförderung. In den letzten Jahren unternimmt Sie zunehmend Reisen ins europäische und nichteuropäische Ausland im Auftrag des Goethe-Institutes. 2007 wurde sie für ihr Gesamtwerk mit dem Sonderpreis des Deutschen Jungendliteraturpreises, 2008 mit dem Großen Preis der Deutschen Akademie für Kinder- und Jugendliteratur ausgezeichnet.
Kirsten Boie lebt mit ihrem Mann im Einzugsbereich von Hamburg.
Quelle: www.kirsten-boie.de
März 2010 Rebecca Gablé
Rebecca Gablé wurde am 25. September 1964 in einer Kleinstadt am Niederrhein unter dem Namen Ingrid Krane-Müschen geboren. Nach dem Abitur folgte 1984 eine Ausbildung zur Bankkauffrau. In diesem Beruf hat sie anschließend auch vier Jahre gearbeitet, meistens auf einem Stützpunkt der Royal Air Force, wo sie viel über England, seine Sprache und seine Menschen gelernt hat. 1991 begann sie das Studium der Literaturwissenschaft und Mediävistik in Düsseldorf, das sie 1996 mit dem Magisterexamen abschloss.
Die Lust am Erzählen hatte die Autorin schon immer verspürt und so machte sie, nachdem sie ihren ersten Roman "Jagdfieber" geschrieben hatte, ihr Hobby zum Beruf. Nach mehreren Jahren der Verlagssuche wurde schließlich 1995 ihr erster Roman veröffentlicht und für den Friedrich-Glauser-Krimipreis nominiert. Ihr Durchbruch kam 1997 mit dem historischen Roman "Das Lächeln der Fortuna". Nach zwei weiteren Kriminalromanen hat sich Rebecca Gablé ganz den historischen Romanen verschrieben, mit Schwerpunkt auf der mittelalterlichen Geschichte Englands, die ihr persönliches Steckenpferd ist. Nach "Das Lächeln der Fortuna" hat sie etwa alle zwei Jahre einen Mittelalterroman veröffentlicht, die alle Beststeller geworden und in viele Sprachen übersetzt wurden.
2006 erhielt sie für ihren Roman "Die Hüter der Rose" den Sir Walter Scott-Preis. Wenn Rebecca Gablé nicht gerade an einem Roman schreibt, reist sie gern und viel, vor allem in die USA und nach England, oft auch zu Recherchezwecken. Außerdem gehört sie dem Autorenkreis historischer Romane "Quo Vadis" und der Autorengruppe deutschsprachiger Kriminalliteratur "Syndikat" an. Neben der Literatur gilt ihr Interesse der (mittelalterlichen) Geschichte, dem Theater und vor allem der Musik, in fast jeder Erscheinungsform. Rebecca Gablé spielt Klavier, Gitarre, Cello und singt seit vielen Jahren in einer Rockband.
Rebecca Gablé lebt mit ihrem Mann unweit von Mönchengladbach auf dem Land. (Quelle: historische-romane.de)
Februar 2010: Daniel Glattauer
Daniel Glattauer wurde am 19. Mai 1960 in Wien geboren. Er wuchs im 10. Wiener Gemeindebezirk Favoriten auf. Nach der Matura 1978 studierte er Pädagogik und Kunstgeschichte. Seine Diplomarbeit schrieb er über "Das Böse in der Erziehung"
Im Jahr 1984 schloss er sein Studium ab und schrieb zunächst drei Jahre lange für "Die Presse". Danach wechselte er zur neu gegründeten Tageszeitung "Der Standart", wo er für Kolumnen, Gerichtsreportagen und Feuilletons zuständig ist.
Durch diese Kolumnen, in denen er sich humorvoll den Alltäglichkeiten annimmt, wurde Daniel Glattauer in ganz Österreich bekannt. Bereits drei Bücher mit seinen besten Kolumnen sind in Buchhandel bereits erschienen.
Einer seiner Romane, "Der Weihnachtshund" wurde im Jahr 2004 von Michael Keusch für das Fernsehen verfilmt.
Im Jahr 2006 veröffentlichte Daniel Glattauer seinen Roman "Gut gegen Nordwind", der noch im selben Jahr für den Deutschen Buchpreis nominiert wurde. Das Buch handelt von einer durch Zufall entstandenen E-Mail-Korrespondenz zwischen einem allein stehenden Mann und einer verheirateten Frau. Die Bühnenfassung wurde am 19. September 2007 in Linz uraufgeführt. 2009 erschien die Fortsetzung "Alle sieben Wellen".
Daniel Glattauer ist verheiratet, hat ein Kind, keinen Hund mehr, dafür fünf indische Laufenten und lebt in einem Landhaus im niederösterreichischen Waldviertel.
Januar 2010: Wolf Haas
Wolf Haas wurde am 14. Dezember 1960 in Maria Alm im Bundesland Salzburg in Österreich geboren. 1970 kam Haas nach Salzburg und ging dort auf das Gymnasium Borromäum. Nach der Matura studierte er ab 1979 Psychologie in Salzburg, dann Germanistik und Liguistik. Von 1988 bis 1990 arbeitete er als Lektor an der Universität von Swansea in Südwales.
Zurück in Wien begann er höchst erfolgreich als Texter bei Werbeagenturen zu arbeiten. Seit 1996 ist er freier Schriftsteller und schrieb bis 2003 sieben Kriminal-romane, sechs davon mit dem Detektiv Simon Brenner. Drei Krimis des Brenner- Zyklusses wurden verfilmt. Für seine Kriminalromane erhielt Wolf Haas dreimal den Deutschen Krimi-Preis.
Nach Erscheinen des sechsten Brenner-Titels "Das ewige Leben" kündigte Wolf Haas an, sich vom Krimi-Schreiben zurückzuziehen. Im September 2006 veröffentlichte er den Roman "Das Wetter vor 15 Jahren" eine Liebesgeschichte in Form eines Interviews zwischen einer Literaturkritikerin und dem Autor über sein neues Werk. Für diesen Roman erhielt er 2006 den Wilhelm-Raabe-Literaturpreis.
Mit dem im August 2009 erschienenen 7. Brennerkrimi "Der Brenner und der liebe Gott" kehrte er entgegen seiner Ankündigung wieder ins Krimi-Genre zurück.
Dezember 2009: Jan Beinßen
Jan Beinßen wurde am 30. Januar 1965 in Stadthagen geboren. Er schreibt Kriminalromane und war Redakteur z. B. bei der Abendzeitung in Nürnberg. Seit 2003 ist er bei der Flughafen Nürnberg GmbH als PR-Journalist mit Schwerpunkt Luftfahrt und Touristik beschäftigt.
Bekannt wurde Jan Beinßen vor allem durch seine Regionalromane, die alle in Nürnberg spielen und die Titel „Dürers Mätresse“, „Sieben Zentimeter“ und „Hausers Bruder“ tragen. Alle sind im Verlag ars vivendi erschienen. Der Hauptakteur, Paul Flemming, ist eigentlich Fotograf, aber viel lieber ist er Hobbykommissar und ermittelt immer dann, wenn in Nürnberg ein Mord geschieht. Und mit diesen drei Bänden ist noch lange nicht Schluß, zwei weitere Bücher sind schon erschienen: „ Die Meisterdiebe von Nürnberg“ und „Herz aus Stahl“.
Beinßen ist Mitglied im Syndikat, der Autorengruppe deutschsprachiger Kriminalliteratur. Von dieser wird jedes Jahr die Criminale organisiert, auf der sich die deutschsprachigen Kriminalautoren mit ihren Werken präsentieren.
1986 wurde er mit dem Bundesfilmpreis für hervorragende Videoarbeit in der Schule für den Spielfilm Karriere ausgezeichnet.
Jan Beinßen ist verheiratet und hat drei Kinder.
November 2009: Gudrun Mebs
Gudrun Mebs wurde am 8. Januar 1944 in Bad Mergentheim geboren. Aufgewachsen ist sie in Frankfurt am Main. Nach der Schauspielschule reiste sie mit einer Theatergruppe um die ganze Welt und lernte in einer Zirkusschule in Paris das Seiltanzen.
Seit 1980 schreibt sie Kinder- und Jugendbücher und zählt mittlerweile zu den renommiertesten Autorinnen in Deutschland. Viele ihrer Bücher wurden ausgezeichnet. Und das nicht ohne Grund, denn Gudrun Mebs hat viele einprägsame und anrührende Kindergestalten geschaffen. Allen voran den frechen und doch liebenswerten kleinen Frieder und seine pfiffige Oma, die immer für ihn da und für jeden Quatsch zu haben ist. Oder die kleine Lisa, das »Sonntagskind«, das im Heim aufwächst und sich nichts sehnlicher wünscht, als von Wochenend-Pateneltern von den grauen »Heimsonntagen « erlöst zu werden. Die Geschichten lassen einen Tränen lachen, können aber auch berühren und die jungen Leser zum Nachdenken bewegen. Gudrun Mebs erzählt ihre Geschichten mit viel Charme und versteht es, sich in die kindliche Welt hineinzudenken und Moral zu vermitteln, ohne den Zeigefinger zu heben.
Gudrun Mebs lebt heute als freie Autorin in München und in der Toskana und war im Oktober in Langensendelbach in unserer Grundschule zu Gast.
Oktober 2009: Christine Nöstlinger
Christine Nöstlinger wurde am 13. Oktober 1936 in Wien geboren. Ihr Vater war Uhrmacher, die Mutter Kindergärtnerin. Nach der Matura studierte sie Gebrauchsgrafik an der Akadamie für Angewandte Kunst. 1961 heiratete sie in zweiter Ehe den Journalisten Ernst Nöstlinger.
Mit über 100 Büchern zählt Christine Nöstlinger zu den bekanntesten Kinderbuchautorinnen des deutschen Sprachraums. Ihr Werk wurde in zahlreichen Sprachen übersetzt und mit international renommierten Preisen überhäuft. So zum Beispiel erhielt sie die Hans-Christian-Andersen-Medaille, den Astrid-Lindgren-Memorial-Award und den Deutschen Jugendliteraturpreis für „Wir pfeifen auf den Gurkenkönig“.
1970 veröffentlichte sie ihr erstes Buch: „Die feuerrote Friederike“. Christine Nöstlinger befasst sich in ihren Büchern mit kindlichen Grundbedürfnissen und scheut sich auch nicht, Außenseiter in den Mittelpunkt ihrer Geschichten zu stellen. Einsamkeit und pubertäre Sinnkrise sind ebenso Thema ihrer Bücher wie Probleme in der Familie.
Auch politisch und gesellschaftskritische Bücher kommen von Christine Nöstlinger und kennzeichnen ihr literarisches Werk in besonderer Weise. Ihre Erlebnisse während des zweiten Weltkrieges beschreibt sie z.B. in „Maikäfer flieg!“. In „Rosa Riedl Schutzgespenst“ zeichnet sie ein groteskes Bild des Alltagsfaschismus. Immer wieder thematisiert sie Anmaßung, Unterdrückung und Ungerechtigkeit in ihren Werken.
Wunderschöne Kinderbücher hat sie verfasst. Fast allen Kindern ist der Franz bekannt. Der Franz erlebt ganz alltägliche Dinge, die jeder nachvollziehen kann. Man leidet und freut sich mit ihm. Seine Geschichten sind so lebendig erzählt, dass man von ihnen nicht genug bekommen kann.
Die Bücher von Christine Nöstlinger prägen die deutschsprachige Kinder- und Jugendliteratur nunmehr seit fast 40 Jahren. Neben ihrer schriftstellerischen Tätigkeit arbeitet sie auch für Fernsehen, Radio und Zeitschriften.
Christine Nöstlinger lebt mit ihrer Familie, zu der zwei Töchter gehören, abwechselnd auf einem Bauernhof in Niederösterreich und in Wien.
September 2009: Stieg Larsson
Karl Stieg-Erland Larsson wurde am 15. August 1954 in Umea in Schweden geboren und starb am 09. November 2004 an den Folgen eines Herzinfarktes in Stockholm. Er war Journalist, Schriftsteller und Herausgeber.
Stieg Larsson arbeitete nach der Schule bei der schwedischen Nachrichtenagentur TT, seit 1982 war er Skandinavienkorrespondent für eine britische Zeitung.
Sein erstes Buch befasste sich mit dem schwedischen Rechtsradikalismus. Larsson galt als einer der weltweit führenden Experten für antidemokratische, neonazistische und rechtsextreme Bewegungen.
Neben seiner hauptberuflichen journalistischen Tätigkeit war Larsson auch freiberuflich als Krimischriftsteller tätig. Kurz vor seinem Tod konnte er noch drei Krimis um den Journalisten Mikael Blomkvist und die Hackerin Lisbeth Salander vervollständigen. Drei weitere Bände sind noch unvollständig geblieben und werden wohl auch so schnell nicht veröffentlicht werden.
"Verblendung", "Verdammnis" und "Vergebung" heißen diese drei Bücher. Für "Verblendung", den ersten Teil, erhielt er 2006 posthum den Skandinavischen Krimipreis, nachdem es bereits im Vorjahr zum besten Buch des Jahres vom schwedischen Buchhandel gewählt worden war.
August 2009: Patrick Süskind
Patrick Süskind wurde am 26. März 1949 in Ambach am Starnberger See geboren. Er wuchs in Holzhausen auf und studierte nach dem Zivildienst mittelalterliche und moderne Geschichte in München. Zu dieser Zeit schrieb er bereits seine ersten Texte. Er belegte Kurse in Französisch, Englisch, Spanisch, Latein, Griechisch, Politik, Kunst und Theologie.
1981 schrieb Patrick Süskind sein erstes Stück für die Münchner Kammerspiele „Der Kontrabass“, welches über 500x aufgeführt wurde. Der Durchbruch als Drehbuchautor gelang ihm 1984 mit dem Drehbuch zur Serie „Monaco Franze“. Ebenso zeichnet er für die humoristische Satiredarstellung „Kir Royal“ aus dem Jahr 1986 verantwortlich.
Den internationalen Durchbruch schaffte Patrick Süskind im Jahr 1985 mit dem Roman „Das Parfüm“, der Geschichte eines Mörders, der junge Mädchen tötet, um so an den Duft ihrer Körper zu kommen. „Das Parfüm“ wurde 15 Millionen Mal verkauft und in über 46 Sprachen, darunter sogar in Latein, übersetzt. 2006 erfolgte dann die Verfilmung von „Das Parfüm“ unter der Regie von Tom Tykwer mit Ben Whishaw und Dustin Hoffman in den Hauptrollen.
Weitere Drehbücher wurden von ihm u.a. mit Helmut Dietl verfasst. So schrieben beide gemeinsam das Drehbuch zum Film „Vom Suchen und Finden der Liebe“, auch das Drehbuch zur Gesellschaftssatire „Rossini“ stammt aus der Feder von Patrick Süskind.
Patrick Süskind, der das Rampenlicht scheut, lebt und arbeitet in München und Paris.
Juli 2009: Tess Gerritsen
Tess Gerritsen wurde am 12. Juni 1953 in San Diego in Kalifornien geboren. Sie studierte zunächst Medizin an der Stanford University und der University of California in San Francisco. 1979 beschloß sie ihr Studium und arbeitete danach als Internistin in Honolulu, Hawaii.
So gekonnt wie Tess Gerritsen vereint niemand erzählerische Raffinesse mit medizinischer Detailgenauigkeit und psychologischer Glaubwürdigkeit der Figuren.
Zu ihrem ersten medizinischen Thriller „Kalte Herzen“ wurde sie von einem Ex-Polizeibeamten inspiriert. Der Mann, der bei einem Sicherheitsunternehmen arbeitete, das amerikanische Geschäftsmänner in Russland begleitete, erzählte ihr bei einem Wohltätigkeitsessen von dem merkwürdigen Verschwinden russischer Straßenkinder. Es wurde vermutet, dass diese Kinder von der russischen Mafia gekidnappt und dann als Organspender genutzt würden. Sie konnte diese vermissten Straßenkinder nicht vergessen, und so wurden sie eine Inspiration für den Plot ihres Romans „Kalte Herzen“, mit dem sie 1996 den Durchbruch schaffte.
Sehr erfolgreich ist die Serie um die Kriminalbeamtin der Bostoner Mordkommission Jane Rizzoli. Die Bände „Todsünde“, „Schwesternmord“, „Scheintot“ und „Blutmale“ finden Sie natürlich auch bei uns in der Bücherei.
Tess Gerritsen lebt mit ihrem Mann, dem Arzt Jacob Gerritsen, und ihren beiden Söhnen in Camden, Maine.
Juni 2009: Andreas Steinhöfel
Andreas Steinhöfel wurde 1962 in Battenberg geboren. Er ist Autor zahlreicher, vielfach preisgekrönter Kinder- und Jugendbücher. Auch viele Drehbücher stammen aus seiner Feder.
Er wuchs im oberhessischen Biedenkopf auf, wollte eigentlich Lehrer werden und studierte dann doch lieber Anglistik, Amerikanistik und Medienwissenschaften. Neben seiner Autoren- und Drehbuchtätigkeit redigiert er Comics und rezensiert Jugendliteratur für die FAZ und DIE ZEIT.
Zahlreiche Preise hat Andreas Steinhöfel schon für seine Bücher bekommen. Eine seltene Ehrung wurde ihm 2009 zuteil. Er erhielt den Erich-Kästner-Preis für Literatur. In der Laudatio würdigt man damit seine zahlreichen Kinder- und Jugendbücher und seinen schriftstellerischen Werdegang, der eine deutliche Affinität zu Erich Kästners Werk aufweist.
Ebenso 2009 bekam er für sein Buch „Rico, Oskar und die Tieferschatten“ den kath. Kinder- und Jugendbuchpreis.
Für Rundfunk und Fernsehen schrieb Andreas Steinhöfel unter anderem ca. 40 Folgen des "Käpt'n Blaubär Club" (1993/94 für WDR/ARD) und 5 Folgen der 26-teiligen Kinderserie "Urmel aus dem Eis" (1994 für WDR/ARD).
Andreas Steinhöfel lebt und arbeitet heute in Berlin.
Mai 2009: Simon Beckett
Simon Beckett (geb. 1968) versuchte sich nach Abschluss eines Englischstudiums als Immobilienhändler, lehrte Spanisch und war Schlagzeuger. 1992 wurde er freier Journalist und schrieb für bedeutende britische Zeitungen wie Times, Daily Telegraph oder Observer.
Er ist Verfasser von erfolgreichen Kriminalromanen über die Rechtsmedizin, die auch schon in mehrere Sprachen übersetzt wurden.. Simon Beckett’s Protagonist ist der Pathologe David Hunter. Simon Beckett hat bisher drei Krimis mit David Hunter geschrieben, von denen einer spannender als der andere ist. Die Serie von Simon Beckett hat mit “Chemie des Todes” begonnen, wurde mit “Kalte Asche” fortgesetzt und der neuste Coup ist Simon Beckett erst Anfang dieses Jahres mit “Leichenblässe” gelungen.
Simon Beckett springt mit seinem Helden David Hunter nicht gerade zimperlich um - der Rechtsmediziner wird mit Unfällen, Mordanschlägen und allerlei mysteriösen Fällen konfrontiert und Simon Beckett’s Romane spielen nicht nur im beschaulichen England, sondern auch in den USA und auf der Hebriden-Insel Runa. Kritiker und Leser sind sich einig, dass Simon Beckett’s Kriminalromane mit zum Besten gehören, was die zeitgenössische Kriminalliteratur zu bieten hat. Und das trotz der Tatsache, dass Simon Beckett auch seine Leser nicht unbedingt schont, sondern recht detailliert über die Arbeit der Forensiker schreibt.
Simon Beckett lebt mit seiner Frau Hilary in Sheffield.
April 2009 Marianne Wintersteiner
Marianne Wintersteiner wurde am 20.02. 1920 in Mährisch-Schönberg geboren. Nach dem Sport- und Pädagogikstudium in Berlin, wo Hans Fallada sie förderte, und dem Dienst als Rotkreuzschwester während des Krieges kam sie 1950 nach Bayern, wo sie bis zu ihrem Tod am 02. November 2003 lebte. Sie war Autorin zahlreicher erfolgreicher Kinder- und Jugendbücher, Romane und Biographien. 1979 erhielt sie den Kulturpreis für Literatur der Sudetendeutschen Landsmannschaft durch die Bayerische Staatsregierung.
Bei uns finden Sie viele Bücher von Marianne Wintersteiner, u.a. „Prinzessin Courage“, „Meine Schwester in Bayreuth“ und „Luthers Frau – Katharina von Bora“.
März 2009 Dirk Kruse
Dirk Kruse wurde am 06. Januar 1964 in Geesthacht an der Elbe in Schleswig-Holstein geboren. Nach einer Krankenpflegeausbildung in Hamburg studierte er in Erlangen Politikwissenschaft, Germanistik und Theaterwissenschaft. Seit 1995 arbeitet er hauptberuflich beim Bayerischen Rundfunk in Nürnberg. Dort ist er unter anderem als Literatur- und Theaterkritiker, Moderator und Nachrichtenreporter tätig.
Als Schriftsteller hat er die Kriminalliteratur um den bibliophilen Gentleman-Detektiv Frank Beaufort bereichert. Sein erster Fall „Tod im Augustinerhof“ erschien 2008 beim Verlag Ars Vivendi in Cadolzburg. Darin geht es um einen Mord mitten in der Nürnberger Altstadt.
Dirk Kruse arbeitet außerdem als freier Moderator sowie als Dozent für Sozialkunde, Ethik und Deutsch.
Februar 2009 Charlotte Link
Charlotte Link ist eine der erfolgreichsten und populärsten Autorinnen in Deutschland. Sie unterhält. Sie überrascht. Sie überzeugt. Charlotte LInk ist eine große und auch vielseitige Schriftstellerin. Große Gesellschaftsromane und psychologische Spannungsromane machen sie regelmäßig zu einer Bestsellerautorin. Und der in diesem Jahr erschienene Spannungsroman "Die letzte Spur" führt bereits die Bestsellerlisten an.
Charlotte Link wurde am 05. Oktober 1963 als Tochter eines Juristen und einer Schriftstellerin in Frankfurt am Main geboren. Und das literarische Blut sollte auch in ihren Adern fließen. Denn ihren ersten Roman "Die schöne Helena", der später große Erfolge feiern sollte, schrieb sie mit 16 Jahren. Und sie sollte nicht das junge Talent bleiben, sondern eine große Schriftstellerin werden. Insbesondere die großen Gesellschaftsromane ("Sturmzeit") und psychologische Spannungsromane ("Der fremde Gast") sollten sie bekannt und erfolgreich machen. Ihre Bücher werden nicht nur Bestseller, sondern auch verfilmt und übersetzt.
Charlotte Link ist unausgesprochen eine Meisterin ihrer Zunft. Und im Jahr 2007 erhielt sie sodann die Goldene Feder für ihr literarisches Werk. Sie war und ist eine große Geschichtenerzählerin. (Quelle: www.buechervielfalt.de)
Januar 2009 Carlos Ruiz Zafon
Carlos Ruiz Zafon wurde am 25. September 1964 in Barcelona geboren und besuchte die gotische Jesuitenschule von Sarria. Aufgewachsen im Schatten von Gaudis Kathedrale Sagrada Familia, regte deren wuchernde Architektur schon den 10jährigen Carlos zu Schauergeschichten an und inspiriert ihn bis heute zu seinen kunstvoll konstruierten Romanhandlungen.
Seine berufliche Laufbahn begann er als Texter, bevor es ihn 1994 nach Los Angeles zog, wo er 10 Jahre lang als Drehbuchautor und Journalist arbeitete.
Für sein Erstlingswerk "Der Fürst des Nebels" erhielt er 1993 den Edebe-Preis für Jugendliteratur. Sein Roman "Der Schatten des Windes" von 2001 wurde zum größten Bucherfolg Spaniens und begeisterte - in mehr als 30 Sprachen übersetzt - Leser in aller Welt. Sein neuestes Werk "Das Spiel des Engels" erschien im November 2008 und steht seitdem in den Bestsellerlisten - und natürlich auch bei uns in der Bücherei.
Dezember 2008 Jan Weiler
Jan Weiler wurde am 28. Oktober 1967 in Düsseldorf geboren. Er wuchs in Meerbusch auf und arbeitete nach seinem Abitur und anschließendem Zivildienst als Werbetexter.
Bereits während seiner Schulzeit hatte er als freier Journalist für die Westdeutsche Zeitung gearbeitet. Ab 1994 war er Redakteur des SZ-Magazins und wurde von 2000 bis 2004 zusammen mit Dominik Wichmann Chefredakteur des Blattes.
2002 schrieb er für ein Italien-Sonderheft des SZ-Magazins einen Bericht über seinen italienischen Schwiegervater, der als Gastarbeiter nach Deutschland kam. Die Resonanz darauf war für ihn unerwartete positiv und so fuhr er mit Antonio, dem Schwiegervater nach Italien und ließ sich von ihm seine Lebensgeschichte erzählen. Daraus entstand 2003 schließlich das Buch "Maria, ihm schmeckts nicht" und 2005 der Nachfolger "Antonio im Wunderland". Jan Weiler legt aber stets Wert darauf, dass diese Bücher nicht rein autobiografisch sind, sondern auch fiktive Elemente enthalten.
Seit April 2007 schreibt Jan Weiler eine wöchentliche Kolumne in der Zeitschrift "Stern". Mit seinem neuesten Buch "Drachensaat" verlässt Jan Weiler die Antonio-Reihe. Es geht darin um die großen Fragen, um Gerechtigkeit und die Welt, in der wir leben.
Jan Weiler ist verheiratet, hat zwei Kinder und lebt in der Nähe von München.
November 2008 Otfried Preussler
Geboren wurde Otfried Preussler am 20.10.1923 im nordböhmischen Reichenberg. Hier finden sich auch die Wurzeln zu vielen seiner Geschichten. Schon sein Vater hat ihm die Sagen aus den großen Wäldern zwischen Lausitzer- und Isergebirge nahe gebracht und die Bindung an seine Heimat war für ihn immer von großer Bedeutung.
Preussler wächst in einem pädagogisch und literarisch geprägten Elternhaus auf. Vater und Mutter waren beide Lehrer, der Vater zudem Schriftleiter in einem Verlag. So bekam er schon früh Kontakt zu bekannten Schriftstellern und Grafikern, die in seinem gastfreundlichen Elternhaus verkehrten. Schon mit 12 Jahren begann er, kleine Geschichten zu schreiben und mit 15 verdiente er sein erstes Geld mit Illustrationen für eine Zeitung.
Gleich nach dem Abitur wurde Otfried Preussler zum Kriegsdienst eingezogen und geriet 1944 für fünf Jahre in russische Gefangenschaft. Die Erfahrungen in diesen extremen Situationen haben ihn geprägt. Nach seiner Freilassung 1949 folgt Otfried Preussler seiner Familie, die sich inzwischen im oberbayerischen Haidholzen niedergelassen hat.
Von 1953 bis 1970 ist er erst als Lehrer, später als Rektor an einer Schule in Rosenheim tätig. Hier kamen sein erzählerisches und zeichnerisches Talent den Kindern zugute, nicht selten hat er seinen unruhigen Schülern Geschichten erzählt, die er später aufschrieb und veröffentlichte. Sein erstes Buch "Der kleine Wassermann" erschien 1956. Otfried Preussler hat über 25 Bücher geschrieben, die in mehr als 40 Sprachen übersetzt wurden und für die er viele Preise und Auszeichnungen erhalten hat. Die weltweite Gesamtauflage seiner Bücher beträgt rund 45 Millionen Exemplare. Seine Bühnenstücke zählen zu den meistgespielten Werken des zeitgenössischen Kindertheaters (Quelle: www.seitenzahl.de).
Oktober 2008 Sabine Weigand
Sabine Weigand stammt aus Franken. Sie ist promovierte Historikerin und arbeitet als Ausstellungsplanerin im Museum von Schwabach. Dokumente aus der Stadtgeschichte von Nürnberg waren der Ausgangspunkt ihres ersten Romans "Das Perlenmedaillon". Bei ihrem zweiten Roman "Die Markgräfin" lieferte die Geschichte der Plassenburg bei Kulmbach, eine der größten Festungsanlagen Nordeuropas, die historische Vorlage. Ihr dritter Roman "Die Königsdame" spielt im barocken Dresden am Hof August des Starken.
Eigentlich wolle Sabine Weigand Archäologin werden, entschloss sich aber schließlich für ein Geschichtsstudium und schrieb eine Dissertation über die Plassenburg bei Kulmbach. Durch ihre Arbeit im Museum gelangte sie zur Literatur und ist bei ihren Lesern neben ihrer Erzählkunst für ihre seriöse und genaue Recherche beliebt. Die Fränkin Sabine Weigand engagiert sich in der Lokalpolitik ihrer Stadt, spielt Golf und singt leidenschaftlich gern. (Quelle: www.historische.romane.de)
September 2008 Angie Sage
Angie Sage wurde 1952 in London geboren. Sie wuchs in London und Kent auf. 1974 begann Angie Sage in Leicester Grafik und Design zu studieren. Nach Abschluß ihres Studiums war sie zunächst als Illustratorin, dann auch als freie Autorin tätig. Ihr erstes Buch erschien 1989, seitdem hat sie über 20 Bilderbücher und Kurzgeschichten veröffentlicht.
Sie lebt mit ihrer Familie an der Westküste von Cornwall. Sie liebt das Meer und die magische Landschaft von Cornwall. Hier entstand auch die Idee zu den Büchern rund um Septimus Heap, ihrer bekanntesten Romanfigur. Septimus Heap ist der siebte Sohn eines siebten Sohnes und das ist etwas ganz Besonderes, denn als solcher verfügt er über besondere magische Kräfte.
Angie Sage schafft eine Welt, die recht eigenständig wirkt. Anders als bei "Harry Potter" ist Sages Welt in sich geschlossen. Es besteht keinerlei Bezug zum Hier und Jetzt. Die Welt wirkt eher wie etwas Vergangenes. Manche Schilderungen erinnern an mittelalterliche Geschichten, insbesondere die des Lebens innerhalb der Burgmauern. Sage serviert quasi ein Mittelalter mit einer saftigen Prise Magie.
Alles in allem sind die Abenteuer von Septimus Heap gelungene und phantasievolle Kinderbücher für Kinder ab 10 Jahren. Angie Sage weiß den Leser zu unterhalten. Die Figuren sind allesamt sympathisch (logischerweise abgesehen von den Bösewichten) und ihr Erzählstil ist leicht verständlich, aber auch mit einer gewissen Portion Witz ausgestattet. Insgesamt also schöne, kindgerechte Fantasyliteratur für Kinder und Junggebliebene.
August 2008 Volker Klüpfel und Michael Kobr
Volker Klüpfel (35) hat viele Jahre in Altusried gewohnt. Wer dort aufwächst, verfällt für gewöhnlich der Schauspielerei mit Leib und Seele. Bei Freilichtspielen und vielen Inszenierungen im Theaterkästle wirkte er mit. Seine neue Leidenschaft heißt allerdings: Krimis schreiben. Klüpfel, Leiter der Kulturredaktion der Memminger Zeitung, studierte Politikwissenschaften, Journalistik und Geschichte in Bamberg, arbeitete bei einer Zeitung in den USA und beim Bayerischen Rundfunk. Er treibt viel Sport und fotografiert gerne.
Im Hauptberuf ist Michael Kobr (33) Realschullehrer für Deutsch und Französisch. Doch wenn der gebürtige Kemptener, der jetzt in Memmingen lebt, am Abend alles erledigt hat, wenn er die Arbeiten seiner Schüler durchkorrigiert hat, dirigiert ihn seine zweite Leidenschaft an den Computer. Michael Kobr ist begeisterter Krimi-Autor. Krimis haben es dem Lehrer schon seit längerem angetan. Am liebsten greift er zu Georges Simenons Fällen um Kommissar Maigret. Privat geht der Familienvater gern zum Skifahren. (Quelle: www.kommissar-kluftinger.de)
Beide gemeinsam sind die Autoren der Kultkrimis aus dem Allgäu über den Altusrieder Kommissar Kluftinger. Vier Bände stehen in unseren Regalen: Milchgeld, Erntedank, Seegrund, das wir auch als Hörbuch in der Ausleihe haben und der neueste Band: Laienspiel. Der zweite Band der Reihe: Erntedank wird von dem renommierten Regisseur Rainer Kaufmann für das Bayerische Fernsehen verfilmt werden. Zahlreiche Preise konnten beide Autoren schon entgegennehmen und die Fangemeinde wartet schon ungeduldig auf den fünften Fall von Kluftinger.
Als besonderes Schmankerl und zu Ehren unserer Autoren des Monats können Sie sich im August in der Bücherei die leckersten Rezepte von Kluftingers Frau Erika abholen.
Juli 2008 Paul Maar
Paul Maar wurde am 13. Dezember 1937 in Schweinfurt geboren. Während der Kriegsgefangenschaft seines Vaters zog Maar mit seiner Stiefmutter zu deren Vater nach Unterfranken. Nach seinem Schulabschluß studierte er an der Kunstakademie Stuttgart. Er arbeitete zunächst als Bühnenbildner und Theaterfotograf und lehrte dann Bildende Kunst an einer Schule bei Stuttgart.
Paul Maar hat, wie nur wenige Autoren, die deutsche Kinder- und Jugendliteratur geprägt und unvergessliche literarische Figuren geschaffen. Wer kennt sie nicht, das Sams, das kleine Känguruh, den tätowierten Hund und noch viele andere.
Neben vielen anderen Auszeichnungen erhielt Paul Maar 1996 den Deutschen Jugendliteraturpreis (Sonderpreis) für sein Gesamtwerk. Er schreibt für alle Altersgruppen, illustriert seine Bücher selbst und verfasst auch Theaterstücke und Lernhilfen für Grundschüler. 2001 wurde seine bekannteste Geschichte vom Sams und Herrn Taschenbier erfolgreich verfilmt. Das Drehbuch zu diesem Film schrieb er selbst.
Seit 1976 ist Paul Maar als freier Autor und Illustrator tätig. Er ist verheiratet, hat drei Kinder und lebt mit ihnen und seiner Frau Nele in Bamberg.
Juni 2008 Elisabeth George
Elizabeth George, gebürtige Amerikanerin, wurde am 26. 02.1949 in Warren, Ohio geboren. 1971 heiratete sie Ira Toibin. Susan Elizabeth George, wie sie mit vollem Namen heißt, lebt in Kalifornien und ist Professorin für Literatur und englische Sprache. Aus diesem Grunde ist es auch nicht verwunderlich, dass sie 1988 angefangen hat zu schreiben. Auch das die Handlung ihrer Krimis in England spielt, wundert einen nicht, wenn man bedenkt, dass sie Professorin für die englische Sprache ist. Aber geht es ihr auch, nach eigener Aussage, um die Atmosphäre, die sie für ihre Krimis braucht und die sie im britischen Raum zu finden meint.
Sie wurde jahrelang von Selbstzweifeln gequält, hatte unzählige Ausreden gefunden, um trotz aller Ideen nie ernsthaft anfangen zu müssen. Erst als ihr Mann für seine Doktorarbeit einen Computer nach Hause brachte, setzte sich auch Elizabeth George an den Schreibtisch. Und so entstand im Sommer 1988 innerhalb von gut drei Wochen das erste Romanmanuskript. Was hatte die Zweifel ausgeräumt? Ganz einfach der Entschluß, im Zweifelsfall lieber für die Schublade als gar nicht zu schreiben. Mit einem wahren Paukenschlag betrat Elizabeth George 1989 die Buchwelt. "Gott schütze dieses Haus" - ein brutaler Mord reißt ein verschlafenes Nest im englischen Yorkshire aus dem Dornröschenschlaf - wurde als bester Erstlingsroman des Jahres ausgezeichnet. Aber selbst noch so schmeichelhafte Vergleiche mit einer P.D. James, mit Ruth Rendell oder Patricia Highsmith bringen Elizabeth George nicht aus der Ruhe. Sie weiß, dass ihre Arbeit letztlich doch nur Futter für die eigene Karriere der Herren und Damen Kritiker ist, so sagt sie. Seither hat Elizabeth George durchschnittlich einen Roman pro Jahr veröffentlicht, deren Hauptpersonen immer Inspector Lynley und Sergeant Barbara Havers sind. Die Auflage ihrer Bücher steigerte sich jedes Jahr, so war es z.B. 1992 eine Auflage von 80.000 Exemplaren ("Mein ist die Rache"), 1993 schon 100.000 ("Denn bitter ist der Tod"), 1994 waren es 115.000 ("Denn keiner ist ohne Schuld"), 1995 ganze 160.000 ("Asche zu Asche"), 1996 auf 180.000 ("Im Angesicht des Feindes"), 1997 runde 200.000 ("Denn sie betrügt man nicht"), und 1999 sage und schreibe 250.000 Exemplare ("Undank ist der Väter Lohn").
Auszeichnungen: "Gott schütze dieses Haus" wurde als Krimi des Jahres gefeiert und mit dem Agatha Christie Award sowie dem Anthony Award für den besten Erstlingsroman ausgezeichnet. In Frankreich erhielt sie 1990 den Girard Prix de Littérature Policière. Für "Auf Ehre und Gewissen" hat Elizabeth George den MIMI gewonnen, dies ist der bedeutenste Preis für Kriminalliteratur.
Elizabeth George lebt in Huntington Beach, Kalifornien, und arbeitet an weiteren Romanen mit Inspector Lynley.
Mai 2008 Arnaldur Indridason
Arnaldur Indridason wurde am 28. Januar 1961 in Reykjavik geboren. 1996 bestand er das Examen in Geschichte an der University of Island. Er arbeitete als Journalist und Filmkritiker beim „Morgunbladid“, der größten Zeitung Islands.
Er ist der bedeutendste Krimi-Autor des kleinen Landes. Er lebt heute als freier Autor mit seiner Frau und seinen drei Kindern in Reykjavik. Sein Vater war auch Schriftsteller. 1995 begann er den ersten Roman mit seinem Protagonisten Erlendur Sveinsson, weil er herausfinden wollte, ob er überhaupt ein Buch schreiben könnte. Inzwischen veröffentlichte er fünf weitere Krimis mit



